Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Physiotherapie auf dem Pferderücken:

für Menschen, die durch Körperbehinderungen vor allem im freien Gehen beeinträchtigt sind (Spastiken, Hyper- oder Hypotonie in Rumpf oder Beinen, Beckenschiefstand, Skoliose, Cerebral- oder Hemiparesen, Lähmungen der unteren Extremitäten etc.).

Therapie bedeutet: entspanntes, passives, absolut mittiges Sitzen auf einem gut ausgebildeten und durchgymnastizierten Therapiepferd in der Gangart Schritt.

Dabei wird der Mensch vom Becken an aufwärts in einer runden, schwingenden, dreidimensionalen Bewegung vom Pferd mitgenommen und passiv gymnastiziert. Das Gehirn des Menschen empfängt dabei Signale, wie bei einem gesunden Fußgänger. Bei regelmäßiger Therapie können so die Wiedererlangung des Gehvermögens bzw. seine Verbesserung (durch Vernetzung der Synapsen im Gehirn) gefördert werden. Zusätzlich werden beim Passivreiten direkt Muskeln trainiert (Rumpftonus) und entspannt (Beine, Rücken), was schon nach 20 Minuten zu einer deutlichen Tonusregulieren führt (Lockerung von Spastiken, aufrechtes Sitzen).

Absolute Voraussetzung für einen Therapieerfolg ist das ausgebildete und gut durchgymnastizierte Therapiepferd. Ein schiefes, verspanntes, oder vorhandlastiges Pferd kann nicht die benötigte Bewegungsqualität liefern und schadet dem Klienten mehr als es nutzt (man kann sich auch Rückenschmerzen anreiten).

Die Ausbildung und Erhaltung eines echten Therapiepferdes ist enorm zeitaufwendig und erfordert spezielles Fachwissen in der Biomechanik des Pferdes. Unsere Therapiepferde haben ein ca. 1.000 stündiges Ausbildungsprogramm (ca. 4 Jahre) durchlaufen und werden mehrmals wöchentlich korrektur-gymnastiziert um sie einsatzfähig zu erhalten. Die Physiotherapie ist für die Pferde sehr anstrengend, weshalb sie nur wenige Einsätze pro Woche vertragen, ohne an Bewegungsqualität zu verlieren.